Ehe für alle = Liebe für alle!

Die gleichgeschlechtliche Eheschließung.


Beruflich bekomme ich oftmals viele Fragen zur gleichgeschlechtlichen Eheschließung gestellt. Doch auch im Privatleben merke ich, dass die Meinungen und der Kenntnisstand über die „Legalität“ und Daseinsberechtigung oft weit auseinander gehen.


Eins ist ganz klar, die gleichgeschlechtliche Ehe (die meiner Meinung nach einfach nur Ehe heißen sollte) trägt seit 2017 in Deutschland den gleichen Status wie eine Ehe zwischen Partnern unterschiedlichen Geschlechts. Rechtlich sind also beide Eheschließungen mit den gleichen Rechten und Pflichten verbunden und somit absolut gleichgestellt. Und das ist auch verdammt gut so!


Denn die Liebe ist bunt! Sie ist wild und bahnt sich immer ihren Weg. Und das Herz macht keinen Unterschied ob man nun einen Mann oder eine Frau liebt. Und das hat es auch noch nie! Gleichgeschlechtliche Liebe hat es zu allen Zeiten gegeben wie uns die Geschichte eindrucksvoll beweist. Daher sind Aussagen wie „Homosexualität ist doch bloß eine Modeerscheinung“ auch absoluter Blödsinn und schlichtweg falsch.


Es ist leider Fakt, dass homosexuelle Menschen in unserer Gesellschaft immer noch viel zu häufig Opfer von Anfeindungen werden. Der Weg hin zu vollkommener Akzeptanz und Toleranz ist also noch lang. Ich denke, dass hier vor allem der Dialog wichtig ist. Seid offen für Neues und geht rücksichtsvoll mit euren Mitmenschen um.


Immerhin beim Thema Eheschließung gibt es mittlerweile keine Unterschiede mehr. Zumindest was die rechtlich gültige, standesamtliche Eheschließung anbelangt. Die Gleichstellung der gleichgeschlechtlichen Ehe war 2017 ein wichtiger und notwendiger Schritt in die richtige Richtung. "Ehemann" oder "Ehefrau" klingt halt auch einfach viel besser als "eingetragener Lebenspartner" :)


Religiöse Glaubensgemeinden sehen dies leider nicht so. Die deutschlandweit meistvertretenen Glaubensrichtungen bestehen aus dem katholischen und evangelischen Christentum sowie dem Islam. Diese Glaubensrichtungen lehnen die Eheschließung zwischen gleichgeschlechtlichen Partner strikt ab auch wenn die evangelische Kirche mittlerweile etwas toleranter mit gleichgeschlechtlichen Paaren umgeht. Eine kirchliche Hochzeit ist homosexuellen Paaren weiterhin untersagt.


Viele Paare wünschen sich dennoch eine Trauzeremonie und einen festlichen Rahmen um ihre Eheschließung mit der Familie und Freunden zu feiern. Und hier kommt die Freie Trauung ins Spiel. Da die Freie Trauung an keine Konfession gebunden ist, darf sie genau das tun, was meines Erachtens nach, das einzig Richtige ist. Sie darf Liebende zu Ehepartnern erklären. Sie darf den Bund der Ehe zwischen zwei Herzen schließen, die sich für immer gefunden haben. Sie darf Mann und Frau, Mann und Mann sowie Frau und Frau vereinen. Die Freie Trauung erzählt eine Liebesgeschichte, nicht mehr und nicht weniger. Aber sie erzählt sie ehrlich, transparent und zeigt auf, dass die Liebe in all ihren Facetten, in all ihren Farbtönen wundervoll ist!


Liebe ist Liebe und Ehe ist Ehe!


In diesem Sinne: Seid lieb zu einander!




Euer Marco

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